Nachhaltiger Tourismus – Guideline & Tipps

Tourismus spielt in unserer Gesellschaft eine wichtige und bedeutende Rolle. Gerade durch die Pandemie rückt die Wichtigkeit des Reisens in den Vordergrund. Egal ob geschäftlich oder privat – Reisen gehört zum Leben dazu. Doch was passiert, wenn wir dabei die Umwelt außer Acht lassen? Die Folgen des Klimawandels werden immer deutlicher spürbar. Nachhaltigkeit und nachhaltiger Tourismus stehen immer mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit und werden weiterhin stark an Bedeutung gewinnen.

Im Folgenden erfahren Sie, was nachhaltiger Tourismus und sanfter Tourismus bedeutet. Welche Auswirkungen hat Tourismus auf die Umwelt, wie kann man selbst nachhaltig reisen und wie kann die Hotellerie nachhaltiger und umweltbewusster agieren?

Fakten zum Thema Reisen

Bei vielen Reisenden ist Nachhaltigkeit bereits ein wichtiges Thema. Ein Urlaub soll sozial verträglich, ressourcenschonend und umweltfreundlich sein. Immer mehr Menschen legen bei ihren Reisen großen Wert auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Die Megatrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung haben nicht zuletzt durch die Pandemie stark an Bedeutung gewonnen. 

Die Reiseanalyse 2022 zeigt, dass 47% der Bevölkerung Wert auf einen möglichst ökologisch nachhaltigen Urlaub legen. Für 64% ist eine sozialverträgliche Reise von großer Bedeutung. Faire Arbeitsbedingungen und Respekt gegenüber der Bevölkerung sollten Voraussetzung sein.

Der Begriff “Nachhaltiges Reisen” ist nicht klar definiert. Laut der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) bedeutet nachhaltiger Tourismus “eine Einrichtung, die die gegenwärtigen und künftigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen voll berücksichtigt, um den Bedürfnissen der Besucher, der Industrie, der Umwelt und der gastgebenden Gemeinschaften gerecht zu werden”.

Welche Auswirkungen hat der Tourismus auf die Umwelt?

Reisen ist beliebter denn je und hat somit auch einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige weltweit. Er schafft viele Arbeitsplätze und finanziert die Erhaltung von (kulturellen) Stätten und Besonderheiten. 

Auf der anderen Seite ist der Tourismus stark dafür verantwortlich, dass wertvolle Ressourcen knapper werden. Viele Reisende wollen bestimmte Landschaften, Städte oder Regionen bereisen und nehmen lange Reisewege in Kauf. Gerade die Beliebtheit dieser touristischen Highlights führt zu Überlastung mit massenhaften Touristenströmen.

Dieser sogenannte Massentourismus, auch “Overtourism”, bringt viele umweltschädliche Folgen mit sich. Beispielsweise sind steigender CO2-Ausstoß durch umweltschädliche Verkehrsmittel, mangelnde Abwasser- und Müllentsorgung, verstärkte Müllentstehung und Umweltverschmutzung die Folgen. Die Zusammenarbeit von Tourismus und Regierung ist weiterhin wichtig, denn eines ist klar: Vieles muss sich ändern und verbessern, eine geeignete Strategie für nachhaltigen Tourismus muss erarbeitet werden.

Wie kann man selbst nachhaltig reisen?

Jeder Beitrag des Einzelnen ist wichtig und zählt, jeder kann zu einer Verbesserung beitragen. Einerseits kann jeder darauf achten, Reiseziele in der Nähe auszuwählen, um so die Emissionen zu verringern. Die stärksten Umweltbelastungen resultieren nämlich aus der An- und Abreise. Dabei spielt die Entfernung, aber natürlich auch die Wahl der Verkehrsmittel, eine wichtige Rolle: Bus, Bahn und Fahrrad sind daher gute Möglichkeiten, wenn das Ziel nicht weit entfernt ist. Flugreisen und Kreuzfahrten sollten so gut wie möglich vermieden werden. Für Unternehmenslustige bieten sich Wanderungen, Kanu- oder Fahrradtouren gut an.

Falls für Fernreisen doch eine Flugreise nötig ist, gibt es die Möglichkeit, die angefallene Menge an CO2 zu kompensieren. Das bieten mittlerweile auch viele weitere Veranstalter, Transportunternehmen oder Unterkünfte an. Mit einer Spende an Non-Profit-Organisationen kann man dazu beitragen, Strom aus erneuerbaren Energien zu generieren. 

Eine gute Planung der Reise ist das A und O. Das fängt bereits beim Kofferpacken an. Ganz nach dem Motto “weniger ist mehr” sollte man nur das Nötigste einpacken. Informationen über das Reiseziel einholen und die Reise zu planen, spart während des Aufenthalts viel Zeit und Stress. Jede Entscheidung, die wir als TouristIn treffen, hat Auswirkungen auf die Destination. Aktivitäten und Touren sollten daher mit Bedacht gewählt und geplant werden.

Unsere Checkliste für nachhaltiges Reisen

  • Reiseziele in der Nähe wählen
  • Transport & Route planen
  • Transportmittel bedacht wählen
  • Reisezeit und -dauer überdenken
  • minimalistische Packliste
  • CO2-Kompensation
  • unnötigen Konsum & Müll vermeiden
  • Aktivitäten vor Ort planen

Nachhaltigkeit in der Hotellerie

Nachhaltigkeit in der Tourismusbranche ist wichtiger denn je. Um sich als Betrieb langfristig zu positionieren, ist eine Anpassung des touristischen Angebots wichtig. Nicht zuletzt hat uns auch die Pandemie aufgezeigt, dass vieles in unserem alltäglichen Verhalten geändert werden soll und wir verstärkt ökologisch handeln müssen. 

Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz nimmt daher auch in der Hotellerie deutlich zu: Die Gäste legen viel mehr Wert auf ein nachhaltiges und grünes Image des Hotels. Nicht nur auf regionaler Ebene muss Nachhaltigkeit gelebt werden, auch betriebsintern nimmt Nachhaltigkeit einen immer höheren Stellenwert ein. Denken Sie bereits jetzt an Änderungen von täglichen Strukturen und Arbeitsprozessen.

Ideen für ein umweltfreundliches Hotel

Statt unnötigen Papierkram auszudrucken, abzuheften und zu verstauen, kann man viele Dinge bereits digitalisieren. Das spart nicht nur Papier und Druckerfarbe, sondern auch viel Zeit, Geld und Platz. Der digitale Check-in und die Einführung eines digitalen Meldescheins ermöglichen ein umweltschonendes Handeln.

In vielen Hotels gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie oft Handtücher und Bettwäsche gewechselt werden sollen. Auch die Zimmerreinigung kann während des Hotel-Aufenthalts abbestellt werden, wenn es nicht nötig ist. Die Gäste darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist, Wasser und Energie zu sparen, trägt zu mehr Bewusstsein bei. Neben Wasser- und Energiekosten werden auch noch Kosten für Reinigungsmittel gespart, Mitarbeiter und Umwelt werden entlastet.

Die Reduzierung von Abfällen und Plastikvermeidung sorgt für Umweltschonung, ein regionaler und saisonaler Einkauf von Lebensmitteln reduziert CO2-Ausstoß und unterstützt die heimische Wirtschaft und lokale Produzenten.

Die Kommunikation mit Gästen über umweltschützende Maßnahmen hat einen positiven Einfluss auf die Zufriedenheit der Gäste und damit auch auf die Kundenbindung. Zusätzlich bringt eine nachhaltige Positionierung Wettbewerbsvorteile und ein gutes Image mit sich. Bei den Gästen wird Bewusstsein für den hohen und steigenden Stellenwert von Umweltschutz erreicht.

Mit grünen Maßnahmen kann man nicht nur Kosten und Zeit sparen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch bei den Gästen punkten.

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Verena Kramser
Verena unterstützt das Team im Marketing und ist Assistenz der Geschäftsführung. Mit ihren organisatorischen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten in Kombination mit ihrer Kreativität und Liebe zum Reisen passt sie perfekt zum Team.